Erlaube mir eine kleine Korrektur zu Ebensee und Zipf:
Die Stollen in Ebensee wurden zwar zwecks Verlagerung der Entwicklungsabteilung aus Peenemünde und für die zur Fertigung der Raketen erforderlichen Dimensionen aufgefahren (Zement A -> Möglichkeit einer "stehenden" Montage...). Es kam aber zu keiner Umsiedlung und nie zu einer Fertigung von Raketen! Die Anlage "Zement A" wurde dem "Geilenberg-Programm" für den Einbau von Raffinerieanlagen zur Verfügung gestellt und in den fertiggestellten Teilbereich von "Zement B" zog die SDP ein...

Ebenso gab es in Zipf keine Fertigung sondern einen Prüfstand für Triebwerke des A 4 (V2) und eine Anlage zur Erzeugung des für den Raketenantrieb notwendigen flüssigen Sauerstoff, siehe ARGE-Schlier -> http://www.schlier.at/linked/hannes koch - schlier kz redl-zipf 05-04-10.pdf
Okay soweit war ich jetzt im Detail nicht informiert wusste aus dem Stehgreif nur mehr, dass der Plan war an diese Standorte zu gehen. =) Ich nehm mal an auf Grund des negativen Erfolgs in den an 1943 folgenden Kriegsjahren fehlte für die Entwicklung und den Bau der V2 schlichtweg das Geld und die Ressourcen oder?
Danke für deine detaillierte Erläuterung. :):):)

Was aber Serbenhalle und Zipf gemeinsam haben ist der für die Fertigung der A4 notwendige Bahnanschluss....xD
 
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Ich hoffe dass ich kein Erdbeben auslöse wenn ich mich mal wieder wie ein Phönix aus der Asche erhebe !!! ;) Aber eventuell kann ich ein paar Fragen beantworten. …… und für diejenigen die sich fragen was ich all die Jahre getan habe in denen man nichts von mir gehört hat…. Ich bin „Ausgestiegen“ und hab mich als Hippie neu orientiert. Jetzt bin ich als Künstler tätig ( Bildende Kunst ). Vor 3 - 4 Jahren hat der Förderverein Peenemünde und der vom Technikmuseum Wernher von Braun mich nach Karlshagen geholt wegen einen Fachvortrag über die „kalte Systemprüfung“ also den so genannten „Spritzständen“ den ich zum besten geben sollte und dann noch eine Woche lang für ( offizielle) Vermessungs- und Ausgrabungsarbeiten am P7 . Hierbei ging es um eine vollständige 3D CAD Rekonstruktion des P7 . In Sachen Gleitaggregate, ich denke das ich da kein Geheimnis verrate, interessiert sich die Freie Universität Berlin. Da kann es sein das eventuell eine Wissenschaftliche Arbeit gemacht wird. Auf jeden Fall haben die mal nachgefragt ob ich noch Material zu den Gleitaggregaten habe als das was ich im Internet veröffentlicht hab. Mein derzeitiges Forschungsprojekt ist die Rekonstruktion des „Sonderausschuss A4“ , weil aus dem Sonderausschuss heraus alles organisiert wurde was mit der A4 und den A4 Abarten zu tun hatte.
Nun, ich hab hier ein paar Beiträge überflogen und mitbekommen dass es mal wieder um das A9 geht bzw. um die korrekte Bezeichnung zu nenne um das : A4V12c und nicht um das: A4/F1/L2/R4, oder dem von den Herrn Historikern in Österreich ( z.B. Florian Freund ) immer noch falsch vermutete A10 oder der Kombination Gleitaggregat + A10 ?
Um das ein bisschen spannend zu machen, es gab nur eine handgemachte A9 bzw. es ist nur eines als 1:1 Modell das überliefert ist ! Von diesem A9 gibt es zwei Fotos. Nach derzeitiger Aktenlage wurden darüber hinaus nicht eine der drei geplanten Baulose der A9 Versuchsmuster realisiert weil man bereits beim Baulos „a“ hin gegangen ist und das Mittelteil des A9 mit den bestehenden A4 Komponenten gepaart hat .
Das Zeitfenster zwischen Festlegung der Baulose des A9 a,b,c und der Übergang zum A4b bestand nur einen Monat! Vor diesem Zeitfenster gab es nur das eine A9 Model und nach dem Zeitfenster wurden die A9 Mittelteile in den A4b Muster verbaut. Das heißt, ein A9 nach diesem Zeitfenster in Österreich gehört dann zu dem was man mit hoher Wahrscheinlichkeit als Irrtum bezeichnen könnte ! So, jetzt noch was zur Quellenlage : Wenn man meine Webseite durchgelesen hat dann hat man auch die Ausschnitte der Dokumente gesehen die diese Infos ausreichend belegen, diese sind im Bundesarchiv in Freiburg zu finden wenn man sie im Original sehen will. :cool:
 
Eine Selbstbeschreibung von Thomas auf Facebook mit vielen seiner Bilder:

Vor rund 18 Jahren habe ich angefangen ein bestimmtes Thema aus der Geschichte meiner Umgebung zu recherchieren. Ich habe eine Webseite erstellt und meine Ergebnisse veröffentlicht. Über die Jahre wuchs mein Archivbestand an und ich begann veröffentlichtes in der Literatur zu hinterfragen. Aus dem anfänglichen Interesse an Lokaler Geschichte entwickelte sich eine umfangreiche Wissenschaftliche Arbeit und es blieb auch nicht aus das so manches das in Geschichtsbüchern zu lesen steht von mir korrigiert wurde, allerdings ohne das man dass zur Kenntnis genommen hat. Nicht jeder Historiker macht sich die Arbeit die von mir angegebenen Quellen in den Archiven nachzuprüfen. Was macht man jetzt nun mit all dem Wissen und letztlich bin ich kein Historiker und will es auch gar nicht sein!!
Ich habe dann angefangen die Ergebnisse meiner Recherchen künstlerisch umzusetzen und dabei erfahren das es mindestens so spannend ist ein Thema zu bearbeiten wie den Inhalt unzähliger Dokumente zu einem Gesamtbild zusammen zu fassen um so die Geschehnisse zu begreifen. Und da Währen wir eben bei dem was man als Künstler erschaffen kann, ein „Bild“ ! Ich schaffe jetzt nicht Bilder die erkennen lassen um was es in der Gestammtheit geht, sondern zerlege meine Erkenntnisse wieder in Einzelteile, eben in die dinge die ich für bedeutend halte. So versuche ich den Betrachter dazu zu bringen nach der Geschichte hinter dem Bild zu suchen und in dadurch eben das nahe zu bringen was ansonsten oft in der Überlieferung verloren geht.
 
Also die Zeichnung die in dem „Leo“ Buch ist gibt jetzt nicht viel her außer dass den 4 Metallkörper etwas wesentliches fehlt und gleichzeitig etwas zuviel ist. Punkt 1 ist, dass die Zylindrischen Körper keine Leitwerke und Flügel haben. Die Leitwerke und der Rumpfkörper des A9 und des A4 sind identisch was die Grundkonstruktion betrifft und diese bilden eine Einheit. Das heißt dass die Leitwerke nicht abnehmbar waren. Gleichzeitig steht die Rakete auf dem Leitwerk, eine „Aggregat egal welches würde zusammengebaut grundsätzlich mit Leitwerk zu sehen sein. Ein Merkmal aller Zeichnungen von echten Zeitzeugenberichten ist, dass immer Leitwerke zu sehen sind !

Ich hab noch mal nachgeschaut und am Modell des A9 waren die Flügel des A9 auf gleicher weise mit dem Mittelteil des A9 verbunden. Das A9 hatte aus Konstruktionsgründen keinen durchgehenden „Hauptholm“ der zwischen dem siebten und achten Spant durchgehen hätte müssen. Man hat daher dann an den Spannten 4 bis 12 des Mittelteils angeflanscht und diese Flansche mit einem Längsholm verbunden der etwa 40 cm vom Rumpf abgesetzt war. An diesen Holm wurde dann der Flügel angeschraubt. Dieser „Sockel“ währe ein auffallendes Teil gewesen das man sicher nicht vergessen hätte, wenn keine Flügel angebaut gewesen währen. Das was zuviel ist, das sage ich jetzt nicht weil es derart offensichtlich ist, dass jeder darauf kommt wenn er je ein Original Aggregat gesehen hätte die außerhalb von Peenemünde gelagert wurden und nicht ein Ausstellungsobjekt eines Museums ist, egal welches !

Nun, soweit ich mich erinnern kann war ich es in der Neuzeit ( 2007 ) der die genaue Musterbezeichnung des A9 veröffentlicht hat und die dazugehörende Belege veröffentlichte. Alle bis zu diesem Zeitpunkt veröffentlichten Berichte waren nicht korrekt oder beinhalteten nicht die notwendigen Nachweise. 1979 gab es nur sehr wenig brauchbare Literatur zum Thema „Peenemünder Aggregat“ und in dieser gab es nur eine Darstellung eines „Gleitaggregates als „A9“,das: „ A4V13“ das aber tatsächlich nie die Typenbezeichnung A9 hatte und nur als Windkanalmodell gebaut wurde! Das heißt, wenn jemand 1979 etwas angeblich gesehen hat das ein A9 sein soll, dann musste er zwangsweise ein „A4V13“ beschreiben. Ich gehe anhand des Buches davon aus, dass Rudolf Prohasca und Alexander Jirges nicht wussten wie ein A9 tatsächlich ausgesehen hat oder sie es bis heute nicht wissen wie eines ausschaut und wenn die Geschichte nicht an den Haaren heran gezogen ist, man sich eben an der Literatur orientierte. die nachgewiesener Weise falsch ist. Ich bezweifle nicht, dass Herr Alexander Jirges irgend etwas gesehen hat das Zylindrische Körper sind, aber das was hier an Beschreibung vorliegt, lässt mehr Zweifel aufkommen als das es irgend etwas beinhalten würde, dass den Schluss zulassen würde, dass er Raketen gesehen hat !

Ohne jetzt genauer nach zu schauen, denke ich, dass dieser Keller auch keinen Kontakt zu anderen Dingen aus der Raketenfertigung hatte! Solche Behauptungen in den Raum zu stellen, währe vor 30 oder 50 Jahren noch möglich gewesen, aber heute ist es so, dass inzwischen so viel aufgearbeitet ist, dass man schon in das Detail gehen muss um etwas zu finden das Fragen aufwirft und dass es über dem was Geheim war noch etwas gab, dass noch geheimer war und selbst die aus Peenemünde nicht wussten was da läuft, das gehört in die Phantasie Welt derer die es nie kapieren! Es ist eben falsch anzunehmen dass nicht ausreichend Schriftverkehr erhalten sei um etwas zumindest plausibel erscheinen zu lassen oder eben als unwahrscheinlich zu bewerten. Also, da muss eben jetzt etwas mehr an Belegen oder Indizien kommen als das was ich bisher gesehen hab um zumindest auszuschließen, dass es vollständiger Unsinn ist was da geschrieben wurde !
 
Eine Selbstbeschreibung von Thomas auf Facebook mit vielen seiner Bilder:

Vor rund 18 Jahren habe ich angefangen ein bestimmtes Thema aus der Geschichte meiner Umgebung zu recherchieren. Ich habe eine Webseite erstellt und meine Ergebnisse veröffentlicht. Über die Jahre wuchs mein Archivbestand an und ich begann veröffentlichtes in der Literatur zu hinterfragen. Aus dem anfänglichen Interesse an Lokaler Geschichte entwickelte sich eine umfangreiche Wissenschaftliche Arbeit und es blieb auch nicht aus das so manches das in Geschichtsbüchern zu lesen steht von mir korrigiert wurde, allerdings ohne das man dass zur Kenntnis genommen hat. Nicht jeder Historiker macht sich die Arbeit die von mir angegebenen Quellen in den Archiven nachzuprüfen. Was macht man jetzt nun mit all dem Wissen und letztlich bin ich kein Historiker und will es auch gar nicht sein!!
Ich habe dann angefangen die Ergebnisse meiner Recherchen künstlerisch umzusetzen und dabei erfahren das es mindestens so spannend ist ein Thema zu bearbeiten wie den Inhalt unzähliger Dokumente zu einem Gesamtbild zusammen zu fassen um so die Geschehnisse zu begreifen. Und da Währen wir eben bei dem was man als Künstler erschaffen kann, ein „Bild“ ! Ich schaffe jetzt nicht Bilder die erkennen lassen um was es in der Gestammtheit geht, sondern zerlege meine Erkenntnisse wieder in Einzelteile, eben in die dinge die ich für bedeutend halte. So versuche ich den Betrachter dazu zu bringen nach der Geschichte hinter dem Bild zu suchen und in dadurch eben das nahe zu bringen was ansonsten oft in der Überlieferung verloren geht.

https://www.facebook.com/Kliebenschedel/photos/a.336141883157543/1590180591086993/?type=3&theater

also bei mir im Atelier war auch eine V2 Raketenfertigung ! B.z.w. man nennt das glaube ich "Upcycling" ? Das was da zu sehen ist, sind die Reste eines V2 Mittelteils der Baureihe "A" des A4
Ich hab noch ein fast vollständiges Heck einer V2 Rakete das ich dieses Jahr zu einer Skulptur verarbeite ;)
 

Geist

Administrator
Mitarbeiter
Im Buch von Michael J. Neufeld "Die Rakete und das Reich. Wernher von Braun, Peenemünde und der Beginn des Raketenzeitalters" (Berlin 1997) habe ich folgenden Absatz entdeckt, der den lieben alexander_opa hoffentlich in seinem Eifer unterstützen wird. ;)

Zitat von Seite 308:
"Im Herbst 1944 suchte man nach geeigneten Orten in Österreich; ein Vorschlag sah vor, die A4b von einem Versuchsgelände in der Nähe Wiens aus in Zielgebiete in den dünnbesiedelten Tiroler Alpen abzuschießen."

Leider ist diese Aussage in Neufelds Buch jedoch durch keine Quelle belegt.
Da es nur einen gelungenen A4b-Test Anfang 1945 fernab von österreichischem Gebiet gab, kann man davon ausgehen, dass die Suche nach besagten Orten eingestellt wurde.
 

josef

Administrator
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..... genau gibt halt doch einiges noch.... da schauen wir. Gibt doch mehr als die offizielle Geschichtsschreibung zugibt.
Genau so ist es...
Da es nur einen gelungenen A4b-Test Anfang 1945 fernab von österreichischem Gebiet gab, kann man davon ausgehen, dass die Suche nach besagten Orten eingestellt wurde.
Aber leider, wieder nichts mit einem Startplatz auf der Elisabethhöhe am Bisamberg... :confused:
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
Ich will ja nicht Öl ins Feuer gießen oder Salz in offene Wunden streuen...
...aber nachfolgende Widersprüche vom @alexander_opa muss ich schon ansprechen:


Nahm mir gerade die nötige Zeit um alte Beiträge des wiederauferstandenen Threads "Bisamberg" durchzulesen!

Dabei fiel mir auf, dass der gute @alexander_opa bereits im Jahre 2003 als @alexopa zum Thema Bisamberg seine Weisheiten hier im Forum kundtat und z.B. dort unter Beitrag # 5 (Auszug davon) folgendes schrieb:
Es gibt unterhalb des Hanakmuseums einen "Bunkereingang"bei dem es sich aber um eine Sektkellerei handelt.
Die sind alles Märchen,die sich zwar für uns schön anhören,aber nicht den Tatsachen entsprechen.
Man muss die Gedanken an unterirdische Hallen am/im/rund um den Bisamberg vergessen.

Aber noch mals vielen Dank,und liebe Grüsse an alle,Alex
...und nochmals in Beitrag # 7:
Hi Cerberus!
Den einzigen"unterirdischen"Teil hat es unter dem Hanakmuseum gegeben.
Das ist der oben beschriebene Flugzeugteile Betrieb.
Sonst hat es nichts gegeben was irgendwie unter die Erde verlegt war.
Es stimmt schon,mabn hört immer wieder solche Märchen,aber das ist (leider)alles Mist.
Liebe Grüsse,Alex
Jedenfalls war der gute Alex Opa auch schon 2003 älter als 10 Jahre! Anscheinend ist sein Langzeitgedächtnis mit der Erinnerung an die Sichtung der A9 - Raketen in den "riesigen Hallen des Bisamberges" erst bei den Vorgesprächen zwecks spannender Artikel für das irgendwo zitierte Buchprojekt aktiviert worden...?

Erscheint alles sehr unglaubwürdig, auch wenn der Opa in Beitrag # 60 meint, 2003 hätte ein anderer User unter seinem Nick Unwahrheiten verbreitet!
 
Sorry mit den Beiträgen von 2003 hab ich nichts zu tun. Wie hinlänglichst bekannt ist, verstecke ich mich nicht, sonst hätte ich auch das Buch mit Robert und Johannes nicht unter meinem wirklichen Namen geschrieben, was mir vom Verlag auch angeboten wurde. Ich weis nicht wer der 2003 unter meinem ähnlich Namen geschrieben hat. Aber es als Werbung für ein Buch dass 2018 erscheint in einem Forum 2003 den Grundstein zu legen, nochdazu mit total konträren Aussagen ist wirklich lächerlich.
 
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