K.u.K. Kriegsmarine

#21
KuK U16 aufgetaucht?

http://derstandard.at/2000065233723/U-Boot-aus-derk-u-k-Kriegsmarine-in-der-Adria
U-Boot der k. u. k. Kriegsmarine in der Adria entdeckt
3. Oktober 2017, 11:49


Tschechische Taucher wollen die U-16 vor der Küste Albaniens gefunden haben
Prag/Wien – Tschechische Taucher haben in der Adria vor der Küste Albaniens das Wrack eines U-Boots der österreichisch-ungarischen Kriegsmarine gefunden. Ob es sich tatsächlich um die "U-16" handelt, wie die Experten vermuten, soll ein weiterer Tauchgang klären.Die SM U-16, ein Unterseeboot der U-10-Klasse, war am 17. Oktober 1916 nach dem Zusammenprall mit dem italienischen Torpedoboot "Nembo" und einer nachfolgenden Attacke des italienischen Dampfers "Bormida" versenkt worden. Die genauen Umstände des Untergangs der U-16 sind allerdings bis heute umstritten. Fest steht dagegen, dass elf Marinesoldaten, darunter der Kommandant Orest Ritter von Zopa, bei dem Untergang ums Leben kamen. Zwei Männer konnten lebend geborgen werden.In 60 Metern TiefeDie Taucher machten Fotos und Videoaufnahmen des Wracks (Bilder gibt es hier), das etwa 60 Meter unter der Wasseroberfläche liegt. Nach einem Vergleich mit historischen Fotos sowie Archivplänen kamen sie zum Schluss, dass es sich um die U-16 handeln müsse, erklärten die Mitglieder des Czech Diving Teams.Möglicherweise wurde auch das Wrack der "Nembo" gefunden. "Bestimmt liegen dort zwei Wasserfahrzeuge", sagte ein Mitglied des Taucherteams gegenüber der Nachrichtenagentur CTK. Den Forschungen gingen lange Verhandlungen mit den albanischen Behörden voraus.Die U-16 war 1915 gebaut worden, um die Grenzen der österreichisch-ungarischen Monarchie zu schützen und feindliche Schiffe anzugreifen. Eingesetzt wurde das 28 Meter lange U-Boot ab dem 6. Oktober 1915. Im darauf folgenden Jahr wurde es zwei Mal erfolglos von einem französischen Torpedoboot attackiert. Insgesamt gelang der U-16 die Versenkung zweier feindlicher Schiffe, ein drittes wurde gekapert. (red, APA, 3.10.2017) - derstandard.at/2000065233723/U-Boot-aus-derk-u-k-Kriegsmarine-in-der-Adria
 

josef

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#22
Bergung von U-20 der K.u.K. Marine vor der Tagliamentomündung 1962

Einige Fotos der Bilderserie aus dem HGM von der Hebung des am 04.07.1918 von den Italienern versenkten U-Bootes:
(-> siehe auch Beitrag #2)


1. U-20
2. Technische Daten
3. Kurs der letzten Fahrt von U-20
4. Taucher erkunden das Wrack vor der Bergung im Herbst 1962
5. - 6. Hebung des Wracks
7. Bergung der sterblichen Überreste der Besatzung nach der Hebung des Wracks
8. In Grado wird das Wrack zerlegt und der Turm zum Transport nach Österreich vorbereitet
9. Am Gelände der Firma Waagner-Biro in Wien wird der Turm für die Präsentation im HGM vorbereitet
10. Trauerfeier vor der Beisetzung der gefallenen Besatzungsmitglieder am Militärfriedhof der "Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt
 

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josef

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#24
Schlachtschiff "SMS Viribus Unitis" der K.u.k. Marine

Im Marinesaal des HGM-Wien ist ein 6 m langes Schnittmodell im Maßstab 1:25 des Schlachtschiffes SMS Viribus Unitis ausgestellt:

(Leider sind durch die Spiegelungen am Glas der Vitrine durch Beleuchtung und Lichteinfall von den Fenstern keine optimalen Fotos zu erzielen - Aufnahmen v. 07.11.2017)

1. Gesamtansicht der vollständigen Modellhälfte
2. - 4. Details vom Bug, Mittschiff und Heckpartie
5. - 7. Details der "Schnittseite"in umgekehrter Reihenfolge vom Heck zum Bug
 

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josef

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#25
U-Boot der K.u.k. Marine "U - 27"

Von diesem U-Boot ist ebenfalls ein Schnittmodell im Maßstab 1:25 im HGM zu sehen:

U - 27 ist ein Zweihüllenboot, Typ B II
Baugeschichte:
1916: Rumpf aufgrund mangelnder Kapazitäten der Werftanlagen in Cantiere Navale auf der Werft der Ersten k.k. privaten Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft (DDSG) in Budapest gebaut, per Bahn nach Pola transportiert
19. Oktober 1916: Stapellauf im Seearsenal Pola
24. Februar 1917: in Dienst gestellt.
Weitere Angaben siehe Bild 5:
(Aufnahmen v. 07.11.2017)

1. Gesamtaufnahme des Schnittmodells
2. - 4. Details vom Bug bis Heck
5. Weitere Beschreibung des Modells.
 

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josef

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#26
Der Untergang der „Szent István“
Im Marine-Museum von Fiume-Rijeka kann man einiges darüber erfahren, warum die „Szent István“ – vor genau 100 Jahren – gesunken ist. Sie war der ganze Stolz der k&k-Kriegsmarine. Ihrem Untergang wurde jetzt eine Kriegsoper gewidmet, die in Klagenfurt uraufgeführt wird.
Der Stapellauf des 25.000 PS-starken Stahlgiganten in der Danubius Werft von Fiume-Rijeka war ein gesellschaftliches Großereignis. Aus heutiger Sicht betrachtet war es wohl eine Ironie des Schicksals, dass sowohl die Kriegsschiffe der österreichisch-ungarischen Kriegsmarine, als auch die Torpedos seinerzeit ausgerechnet in den Werften von Fiume-Rijeka gebaut wurden.

Im Juni 1918 sollte das Kriegsschiff mit einem Begleitgeschwader die Blockade der Meerenge von Otranto durchbrechen. Doch diese erste Feindfahrt wurde ihr zum Verhängnis.


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Sinkende Szent István

Villacher Maschinist war Kriegsheld ohne Waffen
Sie wurde am 10. Juni von den Italienern um exakt 3.45 Uhr torpediert, erzählt Historiker Gernot Rader: „Sie war dadurch dem Untergang geweiht.“ Schnell waren die Maschinenräume des Kriegsschiffes mit Wasser geflutet. Es begann nicht nur ein Todeskampf der Besatzung, sondern auch die Heldentat des Maschinisten Franz Dueller aus Villach. Er wurde zum Lebensretter von rund tausend Menschen und zum Kriegshelden ohne Waffen.
“Er ließ alle verfügbaren Pumpen laufen. Seine Männer, insgesamt 24, standen bis zur Brust im Wasser und pumpten und pumpten und pumpten“, schildert der Historiker. So konnte das Sinken des Schiffes um mehr als zwei Stunden hinausgezögert werden – kostbare Zeit, denn laut Rader konnten so an die tausend Menschen vom Schiff gerettet werden. 89 Seeleute verloren ihr Leben.

Dueller vom Kaiser mit Tapferkeitsorden belohnt
Um 6.05 Uhr versank das Schiff dann in den Fluten der Adria. Franz Dueller überlebte den Angriff der Italiener und wurde zu Hause für seine Tat ausgezeichnet. Rader: „Er wurde vom Kaiser mit einem Tapferkeitsorden belohnt.“ Auch ein Großteil seiner Mannschaft wurde gerettet. Angeblich wurden einige von ihnen durch diesen Vorfall wahnsinnig, sagt Rader.

Gedenktag in Italien
In Italien wird der 10. Juni nach wie vor als Tag der Marine gefeiert.
Heute ruht die Szent István in 68 Meter Tiefe kopfüber am Meeresboden, getroffen durch zwei Torpedos eines italienischen Schnellbootes. Einer der wenigen, der bis ins Innere des Wracks vordringen konnte, ist Mario Brzac. Der Urenkel des Steuermannes leitete als Berufstaucher bereits mehrere Expeditionen zum Wrack des einstigen Kriegsschiffes.


ORF
Kriegsflotte

Er erinnert sich, wie er gemeinsam mit den Expeditionsteilnehmern durch die Admiralsluke ins Innere gelangte: „Wir bestaunten den Luxus, der sich in der damaligen Zeit an Mobiliar oder Geschirr den Offizieren bot.“

Torpedo schlug riesen Loch in Schiffsrumpf
Die Einschlaglöcher der Torpedos an der rechten Schiffsflanke direkt in den Kesselraum hatten enorme Ausmaße, erklärt Marine-Experte Danijel Frka: „Das war nur möglich, weil die Panzerung des Schiffes nicht für den ganzen Rumpf gegeben war. Hätte sie drei Meter weiter hinunter gereicht, wäre das Schiff möglicherweise gerettet worden“.

Dass die Torpedos der Flotte unter Corvettenkapitän Luigi Rizzo eine derartige Sprengkraft hatten, verdanken sie einer speziellen Konstruktion. Laut Goran Pernjek, Kurator des „Odvoreni Depots“ in Fiume-Rijeka, sei der Sprengkopf mit 2.000 Kilogramm Sprengmittel gefüllt gewesen. Da Torpedos mit Druckluft angetrieben werden verfügen sie auch über eine riesige Pressluftkammer. Der mechanische Teil hat zwei Propellern am Ende.

Krieg als Stoff für Oper
Die Versenkung der Szent Iztvan, des ganzen Stolzes der k&k Kriegsmarine, markiert das Ende einer Epoche. Als Sujet der Kammeroper „Rattensturm“ steht der Untergang des Schlachtschiffes auch als Metapher für das Scheitern jedweder Allmachtsphantasien und Überlegenheitsfantasmen. Das Klagenfurter Ensemble führt das Schiffsunglück als Metapher für den Größenwahn einer Epoche vor, nach Aufzeichnungen des damaligen Maschinenmeisters Karl Mohl.


ORF
Szenenbilder der Kriegsoper „Rattensturm“

„Stimmung jener von heute nicht unähnlich“
In der Inszenierung wurden zwei Handlungstränge miteinander verflochten - die historischen Ereignisse während des Schiffsunglücks und die gesellschaftliche Stimmungslage während der Kriegsjahre - ein Kanon von Kriegstreiberei, Kriegsmüdigkeit und Resignation in fünf Akten.

Das Libretto beruht großteils auf Zitaten der literarischen Intelligenz zur Zeit des Ersten Weltkrieges, sagt Autor und Regisseur Peter Wagner: „Eine sehr auffällige Schlagseite dieses Krieges hat in der Macht der Sprache bestanden. Nicht zu vergessen, dass das große Aufwallen des Nationalismus in Europa, das wir ja heute auch wieder in seinen Ansätzen beobachten können. Wir dürfen uns nicht einbilden, wir wären wahnsinnig weit von der mentalen Stimmung, wie es sie vor 100 Jahren gegeben hat, entfernt.“

In der Oper jedoch verlassen die Ratten - Symbol für das Abgründige im Menschen - das sinkende Schiff nicht. Sie entern es vielmehr und bringen es dadurch zum Untergang. Zu sehen ist die Kriegsoper bis zum 30. Juni in der Theaterhalle 11 in Klagenfurt.

Link:
Publiziert am 16.06.2018
Der Untergang der „Szent István“
 

josef

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#27
Ehemaliger K.u.k. Donaumonitor "Bodrog" wird in Belgrad zum Museumsschiff umgebaut:

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Dreimal versenktes Kriegsschiff der k. u. k. Marine wird zum Museum
Die später in Sava umbenannte Bodrog blickt einer neuen Phase ihrer wechselvollen Geschichte entgegen
Belgrad – Wenn Schiffe sprechen könnten, hätte dieses eine Menge zu erzählen: Die einst von der k. u. k. Marine gebaute Bodrog wurde gleich mehrfach versenkt, wieder aus dem Wasser geholt, repariert und wieder in den Einsatz geschickt. Von Vorteil war dabei, dass sie immer nur auf den Grund von Flüssen geschickt wurde.

Einmal, zweimal, dreimal
Die Bodrog war eines der drei Kriegsschiffe der österreichisch-ungarischen Donauflotte, die in der ersten Kriegsnacht vom 28. auf 29. Juli 1914 an der Beschießung Belgrads beteiligt waren. In den Endkämpfen des Ersten Weltkrieges wurde die Bodrog dann von serbischen Truppen in der Donau versenkt.

1920 wurde sie zum ersten, aber keineswegs letzten Mal wieder aus dem Wasser geholt. Unter dem neuen Namen Sava fuhr sie nun für die Marine des Königreiches der Serben, Kroaten und Slowenen (SHS), später Jugoslawien. Am 12. April 1941 wurde das Schiff dann vor Zemun, einem der heutigen Donau-Stadtviertel Belgrads, zum zweiten Mal versenkt.

Ein Jahr später holten die Truppen der NDH (Unabhängiger Staat Kroatien), des kroatischen Vasallenstaates der Achsenmächte, der sich bis nach Zemun ausdehnte, das Schiff erneut aus dem Wasser. Es war gut zwei Jahre im Dienst der NDH-Truppen, bevor es am 9. September 1944 vor Slavonski Brod wieder einmal versenkt wurde – diesmal in der Save.

Weg in den (Un-)Ruhestand
Ende 1951 begann schließlich für die erneut gehobene Sava eine Phase der Konstanz – zumindest blieb sie über Wasser. Bis 1959 stand sie im Dienst der jugoslawischen Streitkräfte. Drei Jahre später wurde sie dem Flussbauunternehmen Heroj Pinki überlassen. Jahrelang war das Schiff in der Hauptstadt der Vojvodina, Novi Sad, zu sehen.

Das Belgrader Wissenschafts- und Technikmuseum erklärte das stark reparaturbedürftige Schiff mit der wechselvollen Geschichte 2005 zum "Kulturgut von großer Tragweite". Daraufhin beschloss das Kulturministerium das Schiff zu verstaatlichen. Seit Anfang des Jahres liegt das Schiff in Belgrad vor Anker.

Derzeit wird an der Innenausstattung gearbeitet, denn die jüngste Inkarnation des unverwüstlichen Schiffes ist bereits in Planung: Wie der TV-Sender N1 berichtete, soll es nun zu einem Museum umgemodelt werden.
(APA, red, 4.4.2019)
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Das Schiffswrack vor der Restaurierung

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Am derzeitigen Ankerplatz in Belgrad
Alle Fotos Dejan Ristic: Ratni brod "Bodrog" | N1 Srbija

Dreimal versenktes Kriegsschiff der k. u. k. Marine wird zum Museum - derStandard.at
 
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