"Tannhäuserhöhle & Prollinghöhle" am westlichen Abhang des Prochenberges

#1
Bei einer Wanderung entlang der Schmiedemeile in der Eisenwurzen zweigt bei der Tannhäuser-Schmiede ein steiler Weg zu den Höhlen ab, nun wagte ich den Aufstieg zu den Höhlen die sich Sagen und Mythen erzählen!

Die Tannhäuserhöhle bei Ybbsitz
Im Südosten von Ybbsitz ragen die steilen Gehänge des Prochenberges empor. Die Phantasie des Volkes hat ihn zum Aufenthalt von Berggeistern gemacht und ihn mit mannigfachen Sagen umwoben.
So erzählt man, daß bei anhaltend starkem Regnenwetter aus dem Fuße des Berges Quellen hervorsprudeln, die aus dem Bergesinnern schwarze, blinde Fische mitführen. Erst nach geraumer Zeit werden sie sehend.
Unter den Höhlen des Prochenberges ist die Tannhäuserhöhle die bekannteste. Dringt man durch den engen und niedrigen Eingang ziemlich tief vor, so erweitert sich die Höhle und man kommt zu einem See. An seinem Ufer liegt ein Kahn, bei dem ein weißbärtiger Fährmann wartet, um den Fremdling ans andere Ufer zu bringen. Da steht man dann plötzlich vor einem Abgrund und in der Tiefe ist Tannhäuser im schmucken Ritterkleide zu schauen, wie er an einem steinernen Tische sitzt und große Gefäße voller Schätze bewacht. In seinen Händen hält er eine goldene Harfe. Sein silberweißer Bart wächst um den Tisch herum und zu seinen Füßen ruhen große schwarze Hunde, deren Gebell man zuweilen aus dem Berge hört. Zu gewissen Zeiten können Menschenkinder Tannhäusers Schätze heben, doch müssen sie ein gewisses Sprüchlein kennen und vor den großen Hunden keine Furcht haben.
Ein armer Sensenschmied aus der Umgebung wagte sich einst in Kenntnis des Sprüchleins in die Höhle und siehe, es mußte ihm gelungen sein, Schätze ans Tageslicht zu bringen, denn bald darauf begann er ein Haus zu bauen und lebte als reicher Mann bis an sein Ende. Gar übel ist es drei Handwerksburschen ergangen, die auch die Höhle besuchten. Sie kamen nicht mehr heraus.
Viele hundert Jahre weilt Tannhäuser schon im Prochenberg. Sein Bart wird immer länger und länger und wenn er einmal um die Goldgefäße gewachsen ist, so naht das Ende der Welt heran.
Quelle: Sagen aus dem Raum Ybbsitz

Ein weiterer Auszug von (derStandard) zu diesen Thema:
Um den Prochenberg ranken sich einige seltsame Geschichten. In der Tannhäuserhöhle am westlichen Abhang soll der berühmte Minnesänger auf seine Erlösung warten. Er bewacht einen riesigen Schatz, zu dem man nur vordringen kann, wenn man einen bestimmten Zauberspruch kennt. Einmal schon soll der Vorstoß zu dem goldenen Lager einem Einheimischen gelungen sein. Die Höhlenforscher allerdings konnten bisher nur eine Ganglänge von 18 m erkunden. Auch das Goldloch soll Wertvolles enthalten. Im Schreiloch - einer episodisch aktiven Wasserhöhle - vermutet man den Zugang zu einem unterirdischen See, in dem blinde Fische vorkommen. Diese werden angeblich bei Hochwasser in die Schwarze Ois geschwemmt.

die ersten Eindrücke zur Tannhäuserhöhle:
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#3
Die Prollinghöhle am Prochenberg:
Die Prollinghöhle, auch Prochenhöhle genannt, hat ihren Namen von dem Hochtal der Prolling, die Urkunden des Mittelalters Prochnich genannt wird. Die gleiche slawische Sprachwurzel von Prolling und Prochenberg ist somit nicht schwer zu erahnen. Sie bedeutet staubig, morsch und weist somit auf die abbrechenden, abbröckelnden Felsen des Berges hin.
Quelle:
Bildtafel auf Bild 50

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#5
Hallo Michi,
ich hoffe, deine Zähne sind nach dem Genuss der "Schmiedejause" vor der Höhle noch in Ordnung ;)
Hallo Josef,
ja die Zähne sind noch in Ordnung,die Jause hatte nur ein klein wenig einen Nachgeschmack von Eisen;). Spass bei Seite, eine sehr interessante und schöne Gegend,danke für deine Berichte von Ybbsitz und Umgebung:).
Lg
Michi
 
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