Umbau Bahnhof Bruck an der Leitha

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TENO1

Guest
#1
Als zwischen 2014 und 2016 der Bahnhof in Bruck an der Leitha umgebaut wurde, kam bei Aushubarbeiten die eine oder andere Überraschung ans Tageslicht.... Lost Places 280.JPG
 
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TENO1

Guest
#2
Freilich wurde schnell und in aller Eile ein Sichtschutz aufgebaut, um allzu neugierigen Blicken zuvorzukommen.
Damit die Bauarbeiten problemlos weitergehen konnten, wurde STILLSCHWEIGEND nach kurzer Zeit das Grübchen wieder zugeschüttet und hast Du´s nicht gesehen...war der neue Bahnhof fertig...:rolleyes:

An dieser Stelle einen herzlichen Dankesgruß an den Spaziergänger, der in dem schmalen Zeitfenster am besagten Ort vorbeikam, die Entdeckung fotografisch festhielt und mir die Bilder zuspielte.
Ein Glück, denn als ich kurz darauf vorbeikam, sah es dort schon ganz anders aus....;)
 

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josef

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#5
Für eine genauere Interpretation der ausgegrabenen Gewölbe bzw. Fundamente dazu wäre die Lage am Bf. - Gelände dienlich:

upload_2018-1-9_10-26-9.png

Es einige Verwendungsmöglichkeiten der verfüllten Ziegelgewölbe:
- Unterführung/Durchgang unter den Bahnanlagen
- Gewässerdurchlass
- irgendwelche Depots/Keller aus der K.u.k. - Vergangenheit (K.u.k. Verpflegungsmagazin, Konservenfabrik, Erbsenschälerei usw. ...)
- usw. ...

Jedenfalls dürften es mehrere auf Sockel aufgesetzte Gewölbe gewesen sein...?

Bild: Ausschnitt aus Foto von @TENO1
 

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josef

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#7
Ich habe auf Josef`s Karte den Punkt gesetzt, wo das Gewölbe sich in etwa befindet.
Danke Peter,
die verfüllten Gewölbe dürften sich lt. Markierung in etwa im Bereich des neuen Durchganges bzw. der Bahnsteigzugänge befunden haben -> siehe Anhang. Könnte tatsächlich eine alte Unterführung gewesen sein? Meine ältesten zur Verfügung stehenden Bahnhofs-Gleispläne von BL stammen aus 1943 und da ist leider nichts derartiges eingezeichnet...

Ein Detail aus den zitierten Plänen gehört zwar nicht zum Thema, ist aber interessant:
Westlich des Brucker "Hauptbahnhofes" befand sich auf Höhe der ehemaligen Zuckerfabrik ein von der Deutschen Reichsbahn ausgebauter Rangierbahnhof mit Rollberg!

Jetzt habe ich mich noch an etwas erinnert:
Da gibt es einen Thread aus 2010 über "Brandwachbunker", wo es auch um zugemauerte Durchgänge geht:

http://unterirdisch.de/index.php?th...schutzzelle-bruck-a-d-leitha.7334/#post-62138

lg
josef
 
#11
Neues Kunstwerk „Wrench Time„ ziert den Bahnhof Bruckneudorf

Auf Grund der Umbauarbeiten am Bahnhof Bruck an der Leitha/Bruckneudorf zu einer modernen Verkehrsstation musste auch die unmittelbar neben dem Bahnhof situierte historische Drehscheibe demontiert und entfernt werden. Übrig blieben zwei, rund drei Meter lange Gabelschlüssel, mit denen die Drehscheibe befestigt und justiert wurde. Diese Schlüssel wurden von Mitgliedern des Bruckneudorfer Künstlerkollektivs „Arte Rinfusa“ vor dem Einschmelzen bewahrt. In weiterer Folge wurde die Idee geboren aus den beiden Schlüsseln ein Kunstwerk zur Erinnerung an die Drehscheibe zu gestalten. Dies passierte im Laufe des Jahres 2014. Wrench time wurde realisiert und schmückt nun die Park&Ride-Anlage am Bahnhof Bruck. Eine neue Bildsprache „Die Arbeit löst sich von herkömmlichen Konventionen und entwickelt durch das Zusammenfügen von konkreten Formen eine völlig neue Bildsprache im Bereich der Arbeiter-Denkmäler. Die beiden überdimensionalen Werkzeuge sprechen für sich. Wrench time mit seinen gewaltigen Gabelschlüsseln ist ein wertvolles arbeitsarchäologisches Artefakt um vergangene manuelle Tätigkeiten hervorzuheben“, so Arte Rinfusa Mastermind Christian Zenger – und weiter: „Mir gefällt der Gedanke, dass ein Kunstwerk der Arbeit während des Arbeitsprozesses zum Bahnhofsumbau entstand“. Wrench time fügt mehrere Aspekte ideal zusammen. Ein Kunstwerk der Arbeit, ein Kunstwerk des historischen Eisenbahner-Kontexts, ein Kunstwerk um den Bahnhofsumbau geschichtlich festzuhalten und natürlich symbolisiert Wrench time auch die Arbeit der Pendler. Die Auseinandersetzung mit Kunst, die kulturelle Belebung des urbanen Raumes soll nicht allein durch den Ausstellungsbetrieb in den Institutionen erfolgen, sondern auch durch ein Kunstwerk im öffentlichen Raum, angeregt werden.„

Christian Zenger mit seiner Skulptur:
 

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