Wien 13. - Küniglberg: Um- und Neubau ORF-Zentrum

josef

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#1
Spatenstich für ORF-Neubau am Küniglberg


So soll das ORF-Zentrum nach dem Umbau aussehen

Am ORF-Standort Küniglberg haben am Montag offiziell die Bauarbeiten für den neuen „Mediencampus“ begonnen. Bis Ende 2021 sollen hier alle ORF-Sender eine gemeinsame Heimat finden, Herzstück wird ein gemeinsamer, multimedialer Newsroom.
Generaldirektor Alexander Wrabetz und Projektleiter Pius Strobl sprachen am Montag bei einem Medientermin von einem „historischen Moment“. Gebaut wird auf dem Areal in Hietzing schon länger, bisher wurde allerdings vorhandene Bausubstanz renoviert. Nun geht es daran, alte Lager- und Werkstatthallen abzureißen und den neuen Campus zu errichten.

Bis dahin war es „ein nicht ganz einfacher Weg“, blickte Wrabetz am Montag zurück: Die ursprünglichen Planungen scheiterten an nötigen Widmungen, nun wird ein „Plan B“ umgesetzt. Das parallele Renovieren und Neubauen mache das Unterfangen auch nicht weniger komplex. Den Kostenrahmen von 300 Millionen Euro halte man ein, betonte er, und Anrainerbedenken seien ausgeräumt.


ORF
Unter anderem wird ein multimedialer Newsroom errichtet

„Neues Arbeiten und Zusammenarbeiten“
Der ORF hatte im März 2014 den Beschluss gefasst, alle Wiener Standorte am Küniglberg zusammenzulegen. Damit sollen „die bestmöglichen Rahmenbedingungen für die öffentlich-rechtliche Medienproduktion im Digitalzeitalter“ geschaffen werden. Als „symbolträchtiger“ Akt, wie der ORF-Chef sagte, wurde am Montag dann gleich eine Mauer eingerissen: sinnbildlich für ein „neues Arbeiten und Zusammenarbeiten“, auch ohne Mauern, am künftigen zentralen ORF-Standort. Ö3 und der neue Newsroom werden in einem gemeinsamen Gebäude untergebracht, für Ö1 wird ein eigenes Haus errichtet.

ORF/Thomas Ramstorfer
ORF-Generaldirektor erläutert den Umbau anlässlich des Spatenstichs vor Journalisten

Die Sanierung des Hauptgebäudes (Objekt 1) ist bereits abgeschlossen, auch die Arbeiten am Gebäudetrakt 2 sind schon fertiggestellt. Aus diesem – Oktogon genannten – Gebäudeteil wird FM4 ab Anfang 2020 senden. Es ist ein Ort mit Geschichte, denn von hier haben bereits „Radio Österreich International“ und die „Mittelwelle“ bis zur Jahrtausendwende gesendet. In den nächsten beiden Jahren werden die Objekte 3, 4 und 6 des ORF-Zentrums ebenfalls fertig saniert sein.

ORF/Thomas Ramstorfer
Bagger reißt zum Spatenstich alten Bauteil nieder

„Liegen zeitlich als auch finanziell im Plan“
Sämtliche Neubauten werden in der Kubatur der bisherigen Gebäude errichtet. Daher werden die Neubauten für den multimedialen Newsroom, Ö1 und Ö3 genauso hoch und breit wie die bisherigen Objekte. „Wir liegen mit der Sanierung und dem Neubau sowohl zeitlich als auch finanziell im Plan: Wir bleiben im projektierten Kostenrahmen von 303,7 Millionen Euro und werden den Bauzeitplan punktgenau einhalten – mit der bautechnischen Fertigstellung ist Ende 2021 zu rechnen“, sagte Strobl.

Danach beginnen die Innenarbeiten wie etwa der Einbau der Rundfunktechnik und die Einrichtung der Räume. „Die besondere Herausforderung besteht darin, den Produktions- und Sendebetrieb während der gesamten Bau- und Sanierungsphase störungsfrei aufrechtzuerhalten, was bisher gelungen ist“, hieß es am Montag anlässlich des Spatenstichs.
red, wien.ORF.at/Agenturen

Medien: Spatenstich für ORF-Neubau am Küniglberg
 

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Am Gelände des heutigen ORF-Zentrums am Küniglberg wurde ab 1938 eine Flak-Kaserne errichtet. Nach dem Krieg lag die Kaserne in der britischen Besatzungszone und es wurde zwischen den Gebäuden ein Landestreifen für kleine Verbindungsflugzeuge eingerichtet...

Die ehemalige Flak-Kaserne am Küniglberg in Wien 13. während der Besatzungszeit:
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Bildquelle: Ausstellungskatalog "Bordmagazin zur Ausstellung >schwerer als Luft< - 100 Jahre Motorflug in Wien" der "Wienbibliothek im Rathaus"
 

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#3
Grundsteinlegung für ORF-Mediencampus
Heute ist der Grundstein für die Neubauten für Ö1 und Hitradio Ö3 sowie den Multimedialen Newsroom auf dem Gelände des ORF-Zentrums gelegt worden. „Ab jetzt bauen wir das Fundament für den ORF der Zukunft“, sagte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz.
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Auf den am Montag gelegten Fundamenten entstehen auf einer Grundfläche von rund 6.000 Quadratmetern die Neubauten für Ö1, Ö3 und den Multimedialen Newsroom. Das gesamte neue Projekt ORF-Mediencampus umfasst eine Bruttogeschoßfläche von rund 32.000 Quadratmetern.

Wrabetz dazu: „Wir haben vor Kurzem den Radiosender FM4, die Radio-Wetterredaktion und die Radio-Religionsabteilung erfolgreich übersiedelt. Ich freue mich, dass wir nun das Fundament für die neuen Gebäude und somit die neue Heimat für Ö1, Ö3 und den Multimedialen Newsroom legen – ein weiterer Meilenstein in der Entstehungsgeschichte des ORF-Mediencampus.“ Man liege mit allen Maßnahmen im Plan und werde aus heutiger Sicht das Gesamtbudget von 303,7 Mio. Euro punktgenau einhalten sowie den Mediencampus bautechnisch bis Ende 2021 fertigstellen, so Wrabetz weiter. Ab 2022 sollen aus den Gebäuden des neuen ORF-Mediencampus TV-und Radioprogramme gesendet werden.

8.000 Tonnen Erdaushub
Der Spatenstich wurde im August 2019 gelegt. Nun könne man – nach einem milden Winter und mehr als 8.000 Tonnen Erdaushub – zeitgerecht mit der Fundamentierung und der Bodenplatte für die neuen Gebäude beginnen, so Gesamtprojektleiter Pius Strobl.

ORF.at/Carina Kainz.

„Zuerst wird hier die Zentrale für die haus- und elektrotechnische Versorgung errichtet, darauf aufbauend entstehen auf einer Grundfläche von rund 6.000 Quadratmetern die Redaktions- und Studiobereiche für Ö1, Ö3 und den Multimedialen Newsroom. Wir werden wie bisher den laufenden Produktions- und Sendebetrieb störungsfrei aufrechterhalten – eine besondere Herausforderung, die wir durch exakte Planung und genaue Umsetzung meistern“, so Strobl.

Ö1 übersiedelt im Geburtstagsjahr
Ö1 wird im Jahr seines 55. Geburtstag in ein neues Haus übersiedeln. „Mit Ö1 wird nicht nur ein Sender vom Wiener Funkhaus an den neuen Medienstandort übersiedelt, sondern es werden auch Jahrzehnte an Geschichte, Erfahrung und Wissen transferiert“, so Silvia Lahner, Leiterin Ö1-Kultur. „Die für Ö1 konzipierte Arbeitswelt wird die Belegschaft mit jenem Unternehmensgeist erfüllen, der den Sender zu dem gemacht hat, was er heute ist: Europas erfolgreichster Kultursender.“

„Ö3-Zauberberg“ auf dem Küniglberg
Auch für Ö3 stehen räumliche Veränderungen an. Georg Spatt, Ö3-Channel-Manager: „Ich freue mich sehr auf die neuen Möglichkeiten der Zusammenarbeit und die Innovationen, die das ORF-Zentrum am Küniglberg zum ‚Ö3-Zauberberg‘ machen werden. Für die Planung der neuen Ö3-Studios gibt es nur eine – dafür aber sehr klare – Ausrichtung: Wir müssen den Ö3-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern der Generationen Y und Z die bestmögliche Umgebung schaffen, damit sie gemeinsam auch das beste Ö3-Angebot für die Hörerinnen und Hörer dieser Zielgruppe denken und produzieren können.“

Sämtliche Neubauten werden in der Kubatur der bisherigen Gebäude und innerhalb der bestehenden Flächenwidmung errichtet, d. h., die Neubauten für Ö1 und Ö3 und den Multimedialen Newsroom werden genauso hoch und breit wie die bisherigen Objekte – es gibt also keine sichtbar negativen Auswirkungen durch Größe, Kubatur etc. für die Anrainer und Anrainerinnen.
17.02.2020, red, wien.ORF.at

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Grundsteinlegung für ORF-Mediencampus
 
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