Wanderung entlang der Westbahnstrecke von Wien nach Salzburg

#23
Am Wochenende stand wieder eine Etappe unserer Wanderung entlang der Westbahn am Programm. Dieses Mal sind wir den Abschnitt St. Valentin - Pasching marschiert und haben die Landesgrenze zwischen Nieder- und Oberösterreich passiert. Mittlerweile haben wir ca. 196 Kilometer der 312 Kilometer langen Westbahn hinter uns gebracht:
 

josef

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#24
Einige Links zu Forumsbeiträgen über Örtlichkeiten entlang und im näheren Umfeld der 8. Etappe von St.Valentin über Linz nach Pasching:

Eine Auswahl:
Römische Vergangenheit von Enns - Lorch

Linz - ein kleines "Bilder-Potpourri"
Linz - Pöstlingbergbahn
Ehemalige Denkmalloks in Linz

Projekte der Deutschen Reichsbahn in Verbindung mit den größenwahnsinnigen Bauvorhaben des Nazi-Regimes in Linz (Beiträge # 33 und # 34)
Ehemalige "Hütte Linz" und "Eisenwerke Oberdonau", spätere VÖEST und heutige voestalpine
Ehemalige Standorte der "Deutschen Kriegsmarine" in Linz (Winterhafen usw. ...)

Google Earth Übersicht 8. Etappe St.Valentin - Linz - Pasching:
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Gelb: "Alte Westbahnstrecke" (in etwa Wanderstrecke lt. Videos)
Rot: "Neue Westbahn" (bis Hbf. Linz, Fortführung des 4-gleisigen Ausbaues Richtung Wels ist in Planung...)
Blau: Sonstige Bahnstrecken:

Abzweigungen Bereich St.Valentin:
-> Ast der "Rudolfsbahn" St.Valentin - Steyr - Weyer (Kastenreith), dort Vereinigung mit Ast aus Amstetten, dann weiter durch das Gesäuse bis Selzthal.
-> "Donauuferbahn" - Reststrecke über Mauthausen-Perg-Grein bis St.Nikola (Personenverkehr) bzw. derzeitiges Streckenende in Weins-Ysperdorf (fallweise Holztransporte). Zwischenstück durch den Nibelungengau (Weins-Ysperdorf - Weitenegg/Emmersdorf) mit Anschluss an die "Wachaubahn" wurde von der NÖVOG abgebaut!

Abzweigungen Bereich Linz:
-> "Summerauer-Bahn" ins Mühlviertel auf der Teilstrecke bis Gaisbach-Wartberg und weiter auf der Strecke nach Freistadt - Summerau - CZ Budweis (České Budějovice). Strecke zwischen Abzweigung von der Donauuferbahn in Mauthausen bis Gaisbach-Wartberg ist abgebaut.
-> "Pyhrnbahn" über Kirchdorf an der Krems - Windischgarsten - Selzthal...
-> "Mühlkreisbahn" -> Inselbetrieb, berührt (derzeit...) nicht das beschriebene Netz der Westbahn.
-> "Linzer Lokalbahn" LILO
-> "Verbindungsstrecke Traun - Marchtrenk" (Güterzugumfahrungsstrecke)
 
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#25
Mittlerweile sind wir in Oberösterreich unterwegs. Unsere letzte Etappe führte uns von Pasching nach Neukirchen bei Lambach:
Neu war die Tatsache dass wir auswärts essen und übernachten konnten. Daher sind es dieses mal zwei Videos geworden. Das zweite folgt ...
 

josef

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#26
Einige Links zu Forumsbeiträgen über Örtlichkeiten entlang und im näheren Umfeld der 9. Etappe von Pasching nach Neukirchen bei Lambach:

Keltischer Goldschatz nahe Kaserne Hörsching gefunden
Fliegerhorst Hörsching - ab 1938 bis Kriegsende
Fliegerhorst Hörsching - ab 1955
Sichtungen aus dem "Zugfenster" im Raum Linz
FAn "sK (of) Batterie Rutzing" (OÖ.) - 155mm sK M2 "LongTom"
Stillgelegte Anschlussbahn bei Marchtrenk

Kriegsgefangenenlager Marchtrenk im 1. Weltkrieg (# 15)
Flugplatz Wels - vom Fliegerhorst des 1. ÖBH und der Deutschen Luftwaffe bis zum Zivilflugplatz

Google Earth Übersicht 9. Etappe Pasching - Neukirchen auf Grund der Etappenlänge aufgeteilt auf 2 Übersichtsbilder -
Teil 1 Pasching - Wels:

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Gelb: "Westbahnstrecke" (in etwa Wanderstrecke lt. Videos). Die Fortführung des 4-gleisigen Ausbaues ab Linz Hbf. nach Wels ist in Planung...
Blau: Sonstige Bahnstrecken:
-> Hörsching-AB Fliegerhorst:
Durch die Pistenverlängerung vor etlichen Jahren kam es zur Abtragung der alten aus der "Luftwaffenzeit" stammenden AB. Weiter westlich der alten Strecke wurde eine neue im Bogen führende Trasse ins Horstgelände errichtet.
-> Verbindungsstrecke Marchtrenk - Traun: Die bei Marchtrenk von der Westbahn abzweigende 1994 errichtete eingleisige Strecke führt entlang der Traunauen zur Pyhrnbahn bei Traun:
Diese Strecke war für die direkte Führung von RoLa-Zügen von der Passauer Bahn zur Pyhrnbahn gedacht. Bedingt durch den 1991 ausgebrochenen Jugoslawienkrieg, ging die Nachfrage nach RoLa-Zügen in dieser Relation noch vor der Eröffnung (29. Mai 1994) stark zurück. Die Strecke dient hauptsächlich als Entlastungsstrecke für die Westbahn (sogenanntes „drittes Gleis der Westbahn“). 1995–1999 wurden für einige Jahre Eilzüge Linz–Salzburg über Traun geleitet, hauptsächlich dient die Strecke aber dem Güterverkehr. Es verkehren einige Regionalexpresszüge nach Passau, Grünau im Almtal, Schärding und Simbach am Inn von Linz ausgehend über die Verbindungsstrecke. Pyhrnbahn – Wikipedia
-> Wels-AB "Hessenkaserne": Diese vom Vbf. abzweigende AB erschloss ursprünglich den Luftwaffenflugplatz Wels und bindet heute die "Hessenkaserne" an das Bahnnetz an...

Die Bahnanlagen aus Richtung Linz kommend gliedern sich im Stadtbereich von Wels in
- ÖBB-Terminal Wels
- Verschiebebahnhof Wels und
- Hauptbahnhof Wels



Fortsetzung Teil 2:

Römische Funde in Wels
Eröffnung des Römerwegs Wels
Flugzeug- u. Metallbauwerke Wels und Bunkergschichtln
Objekte östlich Wels
KZ-Aussenlager-Gunskirchen und Wels
Reinberg LS-Stollenanlagen Wels/Thalheim
Barackenlager Lichtenegg / Lager 1001 Wels

Wels: Bundesdenkmalamt entscheidet über Verbleib der letzten Baracke aus der Kriegszeit
Lambach POW -Lager
Stadl-Paura bei Lambach: MunA - Bunker aus dem WKII und Landebahn
Altes Fotomaterial Stadl Paura nach 1945
Pferdeeisenbahn Gmunden-Linz-Budweis


Teil 2 Wels - Neukirchen bei Lambach:
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Gelb: "Westbahnstrecke"
(in etwa Wanderstrecke lt. Videos) -> in Wels zweigt der Ast der "Passauer Bahn" (-> weiter nach Regensburg, Nürnberg usw. ...) von der Strecke nach Salzburg ab.

Blau: Sonstige Bahnstrecken:
Von Wels aus führt auch die Nebenbahnstrecke der "Almtalbahn" zum Endpunkt Grünau am Nordrand des Toten Gebirges.

Der Bf. Lambach ist Ausgangspunkt von 2 Strecken:
-> Lokalbahn Lambach–Vorchdorf-Eggenberg: Die Betriebsführung obliegt der Firma Stern & Hafferl. In Vorchdorf besteht Anschluss an die ebenfalls von Stern & Hafferl betriebene "Stadt-Regio-Tram" nach Gmunden am Traunsee.

-> Lokalbahn Lambach–Gmunden: Diese Strecke verläuft teilweise auf der ehemaligen Trasse der Pferdeeisenbahn Budweis–Linz–Gmunden. Der ca. 3,5 km lange Abschnitt Lambach bis zum Abzweigebahnhof Stadl Paura wird von beiden genannten Bahnen gemeinsam benützt. Die Strecke endet heute in Laakirchen und wird nur mehr im Güterverkehr befahren (Papierfabrik..).

Rot: Eingestellte und abgebaute Lokalbahnstrecke nach Haag im Hausruck -> "Haager Lies"
Diese ebenfalls von Stern & Hafferl betriebene Lokalbahn benützte im Abschnitt Bf. Lambach bis zur Ausbindung bei Neukirchen ein Gleis der Westbahn. Durch den Ausbau der Hochleistungsstrecke untersagten die ÖBB die weitere Mitbenützung ihrer Gleisanlagen, was zur Einstellung führte...
 
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josef

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#27
Ausbau Westbahnabschnitt Linz Hbf. - Wels Hbf. auf 4 Gleise

Beim von Hannes im 9. Video angesprochenen 4-gleisigen Ausbau der Strecke westlich Linz bis Wels ist auch eine Neubautrasse im Bereich Pasching -Hörsching geplant. Damit soll der Flughafen Linz einen Direktanschluss an das ÖBB-Netz erhalten.

Dazu 2 Visualisierungs-Videos der Planungen durch ÖBB-Infra:
(Quelle: Weststrecke Wien–Salzburg )

Abschnitt Linz - Marchtrenk

Abschnitt Marchtrenk - Wels
 
#28
Wir haben unsere Wanderung fortgesetzt. Dieses Mal waren wir 2 Tage unterwegs. Neu für uns war dass wir (endlich wieder) auswärts übernachten konnten. Unsere Touren führten am 1. Tag von Pasching nach Neukirchen und als
Folgeetappe am 2. Tag von Neukirchen nach Vöcklabruck:

 
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josef

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#29
Einige Links zu Forumsbeiträgen über Örtlichkeiten entlang und im näheren Umfeld der 10. Etappe von Neukirchen bei Lambach nach Vöcklabruck:

Schwerer Bombenangriff auf Attnang-Puchheim am 21.04.1945 (Beitrag # 6)
Traunfall
2 Luftschutzbunker in Vöcklabruck

Google Earth Übersicht der Etappe Neukirchen bei Lambach - Vöcklabruck:
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Gelb: "Westbahnstrecke" (in etwa Wanderstrecke lt. Videos)
Blau: Sonstige Bahnstrecken:
-> Am rechten Bildrand erkennt man einen Ausschnitt der im Beitrag #26 bereits beschriebenen "Lokalbahn "Lambach-(früher bis Gmunden) Laakirchen" entlang der Traun-Auen, knapp vorbei am "Traunfall"...

-> In Attnang-Puchheim kreuzt die "Salzkammergutbahn" die Westbahn. Der elektrifizierte Süd-Ast führt über Gmunden - Ebensee - Bad Ischl - Goisern - Bad Aussee nach Stainach Irdning ins steirische Ennstal und mit dem verdieselten Nord-West Ast gelangt man über Ried nach Schärding mit Anschluss an die "Passauer Bahn".

-> Die in der linken unteren Ecke kurz eingezeichnete Strecke nach Kammer-Schörfling liegt im Abschnitt der Folgeetappe und wird dann später beschrieben...

Rot: Eingestellte und bereits abgetragene Bahnstrecken:
-> Ehemalige Kohlenbahn Breitenschützing - Kohlgrube:
Die heute bereits großteils in Vergessenheit geratene 10,7 km lange Bahn mit der Spurweite der Pferde-Eisenbahn Gmunden-Budweis (1106 mm) ging 1854 in Betrieb. Bis zur Umstellung auf Dampfbetrieb 1877 nutzte man für die Talfahrt der beladenen Wagen von Kohlgrube zum Umladebahnhof auf Normalspur in Breitenschützing die Schwerkraft des Streckengefälles. Zurück wurden die leeren Wagen mittels Pferden gezogen. In den letzten Betriebsjahren der Bahn bis zur Einstellung 1966 besorgten Dieselloks die Traktion.
Dazu ein Textauszug aus
Pferdeeisenbahn Budweis–Linz–Gmunden – Wikipedia
Im Hausruckrevier stellte der Transport der (Braun-)Kohle praktisch von Beginn an ein Hauptproblem des Abbaus dar, wobei der Transport mit Pferdefuhrwerken den Rentabilitätsberechnungen zufolge unwirtschaftlich war, weil dieser den Kohlepreis sehr verteuert hätte. Die Erfahrungen der ersten europäischen Eisenbahn Linz-Budweis mit dem Salztransport brachte die Lösung. Im Jahre 1854 (Betriebsbeginn 8. Mai 1854) wurde von der Wolfsegg-Traunthaler Kohlenwerks- und Eisenbahngesellschaft eine 10,7 km lange, ab 1877 dampfbetriebene Kohlenbahn errichtet, das Privilegium (Konzession) hierfür wurde am 25. Januar 1853 erteilt. Wie die Niederstraßer-Bahn konnte sie ebenfalls ganz ohne Kraftquelle auskommen. Diese wurde erst für den Rückweg benötigt und bestand bis 1877 aus Pferden. In den 1870er Jahren gab es entscheidende Verbesserungen im ganzen Hausruckrevier, unter anderem wurden am 1. September 1877 im Wolfsegger Revier 4 Dampfloks mit 45 PS eingestellt, was das Ende des Pferdezuges von Breitenschützing nach Kohlgrube bedeutete. Die Lokomotiven baute die Firma Krauß in München.
Die Strecke führte von der Station Breitenschützing, wo sie einen Anschluss an die einige Jahre zuvor eröffnete Kaiserin Elisabeth-Bahn (Eröffnung am 12. August 1860) hatte, hinauf nach Kohlgrube, einer 1794 gegründeten Bergwerkssiedlung bei Wolfsegg, die heute noch diesen sprechenden Namen trägt. Die Kaiserin Elisabeth-Bahn wurde wegen des Bergbaues im Hausruck mit neuer Streckenführung, als ursprünglich geplant, gebaut. Die Kohlebahn übernahm (ebenso auch die Strecke Thomasroith–Niederstraß) die Spurweite der Pferde-Eisenbahn und stützte sich auch sonst auf die Erfahrungen der Ingenieure dieses Projektes ab, war mehr als einhundert Jahre in Betrieb und erinnerte mit ihrer seltenen Spurweite auch dann noch an die Erste Eisenbahngesellschaft und ihre Bahn, als diese bereits Geschichte waren (1903 vertragsgemäß an den Staat, nach Verhandlung aber für weitere 50 Jahre verpachtet; Betriebseinstellung am 10. März 1966).
-> Linienverbesserung Breitenschützing-Schwanenstadt der Westbahnstrecke: Durch den Bau des "Römerbergtunnels" wurde der Streckenbogen im Bereich von Schwanenstadt begradigt und die alte Trasse um den Berg herum abgebaut.
 
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josef

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#31
Einige Links zu Forumsbeiträgen und Berichten bei geheimprojekte.at über Örtlichkeiten entlang und im näheren Umfeld der 11. Etappe von Vöcklabruck nach Pöndorf:

Chemiefaserwerk "Lenzing AG" (Beitrag #17)
Lenzinger Zellwolle AG
KZ Mauthausen-Außenlager Lenzing
Brauerei Zipf - Deckname "Schlier"
Redl-Zipf "Schlier"
KZ Mauthausen-Außenlager Zipf


Google Earth Übersicht der Etappe Vöcklabruck - Pöndorf:
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Gelb: "Westbahnstrecke" (in etwa Wanderstrecke lt. Videos)

Blau: Sonstige Bahnstrecken:
Abzweigung westlich Vöcklabruck:
-> Bahnstrecke Vöcklabruck–Kammer-Schörfling (auch "Kammerer Hansl"): Während der Personenverkehr zum Nordende des Attersees nach Kammer-Schörfling immer weniger Bedeutung hat, werden enorme Gütermengen vom und zum Zellstoffwerk Lenzing transportiert...

Abzweigung beim Bf. Timmelkam:
-> "Ampflwanger Bahn": Ehemalige Kohlenbahn der Wolfsegg-Traunthaler Kohlenwerks AG (WTK) und jetzt Museumsbahn der Österreichische Gesellschaft für Eisenbahngeschichte (ÖGEG) -> Lokpark Ampflwang

Anschluss beim Bf. Vöcklamarkt:
-> "Lokalbahn Vöcklamarkt–Attersee" (auch Atterseebahn)


Rot: Eingestellte und bereits abgetragene Bahnstrecken:
-> Anschlussbahn Brauerei Zipf: Ursprünglich gab es eine Feldbahnverbindung zum Kohletransport vom Bf. Redl-Zipf zur Brauerei entlang der Bezirksstraße. Durch die Errichtung des KZ-Außenlagers und der Rüstungsaktivitäten während des Nazi-Regimes am Areal der Brauerei wurde eine normalspurige Anschlussbahn vom Bf. zur Brauerei gebaut. Die Strecke ist heute abgebaut, im Brauereigelände sind noch Gleisreste vorhanden...
 
#32
Man muss ja nicht zwangsläufig im Zug sitzen um etwas von einer Strecke zu sehen. Man kann auch daneben entlang gehen. Wir haben das an der Westbahn gemacht. Die vorletzte Etappe unserer Wanderung hat uns von Pöndorf nach Wallersee geführt. Einziger Wermutstropfen, es hat fast den ganzen Tag geschüttet …
 

josef

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#33
Einige Links zu Forumsbeiträgen über Örtlichkeiten entlang und im näheren Umfeld der 12. Etappe von Pöndorf nach Wallersee:

Ausbau der Mattigtalbahn zur Schnellbahnstrecke zwischen Salzburg und dem Innviertel
Größter unterirdischer Erdgasspeicher in Salzburg gebaut


Google Earth Übersicht der Etappe Pöndorf - Wallersee:
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Gelb: "Westbahnstrecke" (in etwa Wanderstrecke lt. Videos)

Blau: Sonstige Bahnstrecken:
Abzweigung beim Bf. Steindorf-Straßwalchen:
-> Mattigtalbahn Steindorf bei Straßwalchen - Braunau am Inn

Rot: Eingestellte und bereits abgetragene Bahnstrecken:
-> Ehemalige Nebenstrecke Friedburg–Schneegattern
Errichtet wurde die eingleisige, 6 km lange Strecke, welche vom Bahnhof Friedburg ausging, 1887 anfangs nur für den Güterverkehr. 1895 wurde sie dann von den K.k. Staatsbahnen übernommen. Der Kaufpreis wurde in 20 Jahresraten abbezahlt. Im weiteren Verlauf entstand von der Nebenstrecke ausgehend ein Waldbahnsystem im Kobernaußerwald, das für den Transport von Holz genutzt wurde. Die Zulassung des Personenverkehrs erfolgte erst im Mai 1899. Dass dieser auf der Strecke nie eine besonders große Rolle spielte, zeigen die Fahrgastzahlen. Im Jahr 1910 wurden insgesamt nur 2.272 Fahrkarten verkauft. Ein Weiterbau der Strecke nach Ried im Innkreis wurde in Erwägung gezogen, aber nie realisiert. Im Jahr 1992 wurde der Verkehr aufgrund der permanent sinkenden Transportleistung eingestellt. Die Strecke wurde abgebaut...
 

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