Kaiserwald

Thema Schlagbrunnen:

Bitte besondere Vorsicht, es gibt im Wald noch ungesicherte Schlagbrunnen. Grundwasserspiegel liegt bei ca. 20 Meter.
Diese Brunnen haben zwar nur einen Durchmesser von etwa 30 cm und sind häufig verwachsen (teilweise nur mit Ästen abgedeckt - viele von ihnen sind bestimmt für immer ordentlich verschlossen).
In den 50ern wurden die Verrohrungen aus der Erde gezogen.
Für einen Beinbruch oder andere Verletzungen reicht es trotzdem aus.
Habe euch einen auf der Karte markiert und fotografiert, der meiner Meinung nach noch ein Rohr eingesetzt hat.

Schönen Abend,
Lg Dominik
 

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Der Brunnen wird u.a. für die Teiche (Löschteiche) benötigt worden sein. Es wird damals mehrere Wasserbezugsstellen gegeben haben. Ich bin diesen Bereich im Sommer abgegangen, es war damals alles stark verwachsen –Teiche mit Wasser habe ich keine gesehen.

Habe mir es mit dem Kataster angesehen, auf den heutigen Scan Fotos sieht man 6 vertiefte Rechteckfelder. Wenn man Teiche und Seen anwählt ändert sich bei 3 von 6 dieser Rechtecke die Farbe auf blau. 3 offizielle Teiche -> Screenshot im Anhang - bei Detail Infos steht: künstliche Teiche

Auch der eine fertiggestellte untere Bahndamm mit dem Wasserdurchlauf wird symbolisch angezeigt.
 

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Falls es Löschteiche sind.
Die Brunnen wurden auch zum Betonieren benötigt.
Es waren dort 3 "Teiche", der nördlichste wurde bereits zugeschüttet, war dort als Kind immer Eislaufen.
Die eingezeichneten Wasserflächen von GIS müssen nicht bedeuten dass es geplante Teiche waren.
Nachdem das Projekt Muna nie fertiggestellt wurde, wurden aufgrund mangelnder Abflüsse diese Trassen zu Teichen.
Wir haben selbst vor 20 Jahren den "Teich" zugeschüttet der bis zu unserem Haus ging.(Verbindung bis zur Betonhalle,)
Im Vergleich dazu funktioniert die Entwässerung unserer Zufahrtsstraße bis heute perfekt und so wurde diese Weg nie zum Teich.

Erwähnenswert ist, dass dieser Wald so dicht bewachsen wie er heute ist zur Zeit der Muna nicht war.
Man kann das auf dem unten angehängten Bild aus den Ende 60ern erkennen.

Meine Großmutter sagte immer man konnte bis Dietersdorf runterschauen (1947 in den Kaiserwald gezogen)

Lg Dominik
 

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Hallo Sebastian,
Du hast den Teich falsch eingezeichnet.
Der war durchgehend bis zur Betonhalle, war nicht tiefer als der Bogen bei der Trasse neben der Halle. Wo unser Haus jetzt ist war der Graben nicht fertig, jedoch weiter südlich kann man ihn zum Teil erkennen, dann ist wieder ein Teil zugeschüttet usw.
Die Gräben waren der "Teichüberlauf" wahrscheinlich waren die auch schon vorhanden als die Trasse gegraben wurde. Wir haben hier Lehmboden und bei Regen hat man sofort einen See und irgendwie mussten die damals ja auch arbeiten :)
Die Gräben sind heute noch zur Oberflächenentwässerung.
Wenn ich vom Teich spreche ist das die ehemalige Trasse, bis zum Haus.
 

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Habe noch einen kleinen Beitrag und Ergänzung zum Brunnenthema:

War heute den Brunnen von #182 absichern, das Loch stand momentan ziemlich offen und ist wirklich nicht ohne.
Die richtige Bezeichnung ist natürlich Bohrbrunnen nicht Schlagbrunnen. Mundart ist bei uns halt alles ein Schlagbrunnen in dieser Form - bei 20 Meter geht ohne Unterwasserpumpe nix mehr (siehe Hr. Bernoulli) - deshalb Bohrbrunnen.
Rohr ist doch keines mehr drinnen, er ist trotzdem gut erhalten. (mein Vater kann sich noch erinnern als die Rohre aus diesen Brunnen gezogen wurden)
20200216_135317.jpg
Bitte in dem Bereich einfach aufpassen und die Absicherung nicht entfernen.
Position markiert in #182
20200216_135757.jpg


Unser Hausbrunnen:

Lage im Wald:
Brunnen3.jpg
Durchmesser/Tiefe: ca. 1,8/20 m

Zuerst war er als Zugbrunnen ausgeführt, so wurde er auch anfangs von meinen Großeltern genutzt.
Als sie ins Haus Nr. 48 (Bj. Anfang 50) zogen (das war Mitte 60) wurde der Brunnen renoviert (gereinigt, nachgegraben, dort lag einiges an Kriegsmaterial auf Grund (Granaten....), es kam der Betondeckel drauf und wurde mit Strom, Pumpe und Wasserleitung an unser Haus angeschlossen.
Fotor_158184424875041.jpg
Blickrichtung Bahntrasse:
Fotor_158184426585217.jpg

In der Kaiserwaldsiedlung wurde derselbe Brunnen gebaut.
Dieser versorgte bis zum Anschluss an das Wassernetz Zettling alle Häuser in der Siedlung.
Dieser Brunnen ist heute auch noch vorhanden.

Weitere Beiträge werden folgen, muss das nur einigermaßen verständlich (mit alten Fotos) aufarbeiten.

Schönen Abend,
Lg Dominik
 
Danke Sebastian, dass du mir dieses Orthofoto von 1994 gezeigt hast.
Ich habe mir gerade den östlichen Bereich angesehen und man kann hier den weiteren geplanten Verlauf der Trassen erkennen, der auf keiner der Relief Karten ersichtlich ist. (dachte immer rechts wäre es Richtung Kalsdorf zum MunLager weitergegangen)
Ein nicht aufgeforsteter Waldbestand benötigt einige Jahre um sich zu erholen, scheinbar war das hier der Fall.
Es wäre interessant diese ganzen vermuteten Trassen in einer Karte einzuzeichnen.

Irgendwie entdeckt man immer was neues, auch wenn man mittendrin wohnt. Diese Karten und Luftbilder machen heute sehr vieles möglich.

LG Dominik
 

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Hab gerade Kartenblätter im Anhang reingeladen – man kann alte und neu Karten überblenden bzw. übereinanderlegen und die Deckkraft nach Bedarf einstellen.

Wie im vorherigen Beitrag erwähnt: die Aufnahme von 1994 zeigt rechts einen Waldlosen Verlauf der Trasse – vielleicht war das nur eine Zufahrtsstraße, die zum Bau der östlichen Tunnel benötigt wurde. Die 3 Tunnel der Ostseite: Unterirdisch Link zur Seite 8
Die Betonarbeiten sind alle fertiggestellt man hätte nur noch die Gräben aufschütten brauchen.
 

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Wenn wir gerade im östlichen Bereich sind:
Beitrag #173:
Das sind definitiv Bombentrichter und keine Wasserbecken.
Fotor_158179909258537.jpg
Ob die auch vom 16. Oktober 1944 stammen kann man nicht sagen.
Aufgrund der Nähe zu Graz, dem Sender Dobl, Thalerhof und dem MunLager Kalsdorf kann der Abwurf auch ein anderer Zeitpunkt gewesen sein.

LG Dominik
 

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